Samstag, 21. Januar 2017

Besuch in Dübendorf

Letzten Sonntag brachen wir auf um eine besondere Mission zu erfüllen. Wie Ihr wisst, ist der Spinner immer noch Thema. Die Aktenlage und Pläne sind sehr dürftig, und was da ist, stimmt nicht wirklich. Vor ein paar Wochen waren ich und Hegi schon mal im Flieger und Flabmuseum zu gegen und haben vorsondiert. Neben ein paar Massen haben wir geschaut, wie die Spinnerhaube mit der Grundplatte verbunden ist und unsere Vermutungen bestätigt. Da ist ein ganz ausgeklügelter Schnellverschluss eingebaut, der mittels einem Spezialwerkzeug betätigt wird. Das "Spezialwerkzeug" ist allerdings nichts anderes als ein Flachstahl, der an beiden Engen gerundet ist und so als Hebel zum betätigen genutzt wird.
Aber der Reihe nach. Bei besagtem vergangenen Besuch sprachen wir auch mit einem der Aufseher betreffend unserem Anliegen wegen dem Spinner.  Wir wurden dann an eine Person verwiesen, welche befugt ist, uns entsprechende Bewilligung zu erteilen, das Ding auch wirklich abzubauen. Im Zuge der Gespräche haben wir auch wider andere nette Leute kennen gelernt und so ging vor lauter Benzingesprächen vergessen, nach der Telefonnummer der betreffenden Person zu fragen.
Also stellte ich diesbezüglich ein paar Google Recherchen an und siehe da... eine Email Adresse kam zum Vorschein.
Unser Besuch, den ich hier nun beschreibe, war eher spontan innerhalb Wochenfrist angesetzt und so schrieb ich eine Mail mit unserem anliegen an betreffende Adresse. Die Tage gingen und ich erhielt soweit keine Rückmeldung. Somit war ich am Freitag gerade damit beschäftigt, die Nummer der AF-Center zu suchen als ich einen unbeantworteten Anruf auf meinem Handy entdeckte. Der war mir wohl entgangen. Nummer unbekannt. Ich bin eigentlich nicht der, welcher auf jeden Anruf reagiert. Ich finde wer was dringendes hat, hinterlegt eine Nachricht auf der Sprachbox oder ruft nochmal an. Irgendwie hat mich aber was bewegt und ich habe zurückgerufen: BINGO dachte ich, als sich am andern Ende die Person meldete, deren Antwort ich so dringend benötigte.
Nach einem kurzen, sehr freundlichen Gespräch hatten wir die Bewilligung für unser Vorhaben. Uns wurde zugesagt, an dem Flugzeug arbeiten zu dürfen. Der Empfang und Personal würden informiert!
DAS war ja mal was!
Also am Sonntag fast Punkt auf Eröffnung vor den Toren der Heiligen Hallen gestanden. Bepackt mit Leiterbock, Werkzeug, Papier, Schablonen und was man halt so alles braucht. Am Empfang wurde auch sofort gefragt ob ich "derjenige" sei, was wir natürlich sofort bestätigten. Ein wenig VIP Gefühl kam dabei schon auf.  Wir durften mit unserem ganzen Plunder durch die Tür und mussten nicht mühsam durch das Drehkreuz kraxeln. Sehr schön!

Also nichts wie los und an die Arbeit! 


Besagtes Spezialwerkzeug, hier die Eigenbau-Version


 Nach dem Entriegeln, lösen der Haube. Vermutlich war die schon lange nicht mehr ab, ein wenig "Überredung" war notwendig.


Und runter ist die Haube. Gut konserviert zeigt sich die Propellernabe.



Diese "Pilzstifte" greifen in die Löcher auf der Grundplatte und werden dann hinten mit einer umlaufenden Schiebemechanismus gehalten oder freigegeben. Wie schon gesagt, interessante Konstruktion. Der Mechanismus ist auf dem Plan ersichtlich. Dies ist übrigens der einzige Plan, den ich auftreiben konnte. Er stammt ursprünglich aus einer russischen Evaluation.  Die Masse in sich stimmen, aber die Zeichnung der Kontur ist falsch.

Einige Details in Bildern:





Somit konnten viele Erkenntnisse erlangt werden.


Profil der Grundplatte mittels einem Aluminiumstreifen abnehmen.



Wenn schon, denn schon: Ganz sorgfältig wurden die beiden unteren Hauben abgebaut. Ja keine Schraubefallen lassen, die wäre für immer und ewig in dem gelochten Elementboden verschwunden.

Interessantes Detail

Die Kühlerhaube ist eine Nachfertigung aus Schweizer Produktion. Innen prangt ein entsprechendes Typenschild. Die Haube ist innen auch nicht nach deutscher Manier in RLM02 behandelt, sondern Trägt eine Chromat-Grundierung.




Vergleiche mit der originalen vorderen Abdeckung. So kommt immer was spannendes zum Vorschein.

Blick von Unten auf die Einspritztpumpe


Typenschild am Kühler


Geöffnete Bodenklappe, welche auch noch auf Papier abgenommen wurde. Dies wird unter anderem einer der nächsten Arbeiten an Hegis Projekt werden.


Detail an selbiger Klappe. Die Gute ölt ein bisschen.



Details der Nabe mit Typenschild. Oben die Zahnräder der Luftschraubenverstellung.

Und last but not least, ein kleines Detail:



(Bord)-Werkzeugtasche, offenbar damals von einem G-Modell gerettet. Der Inhalt ist eher Spärlich und umfasst noch einige Spezialwerkzeuge, denke weit weg von Komplett. Und siehe da, auch der Hebel zum Spinner ist darin zu finden!

Soweit das zu unserem "Arbeitsbesuch" im Museum. Wir hatten eine menge Spass und schwarze, ölige Finger. Nach getaner Arbeit, dem sorgfältigem Zusammenbauen, natürlich ein breites Grinsen auf dem Gesicht! So was erlebt man nicht alle Tage, desshalb:

Vielen Dank dem Museum und Herr U.R. der uns das ermöglicht hat!

Donnerstag, 19. Januar 2017

Rumpf-Flügel Übergänge

Die Übergänge sind ja Formtechnisch nich gerade ohne und der Einfachhiet halber bietet sich hier Laminat an. Also alles abkleben und mal mit Bauschaum auffüllen.


Dies hat sich aber nicht bewährt und so wurde die Idee verworfen.

Versuch und Irrtum, neuer Anlauf. Diesmal mit dem guten alten Styrofoam eine Grundform erstellt, angeglichen und anschliessend mit Gips "verputzt".


Dies war schon eher Zielführend und brachte das gewünschte Ergebnis.


Ein paar Nasen voll Harzgeruch später ist die Grundform erstellt!


Und hier das fertige Teil, mit oben angenietetem Steckprofil! Nun folgen noch die anschliessenden "Bleche" über die Flügeloberseite. Die Nasenpartie ist geschafft.

Samstag, 26. November 2016

Umzug Nr. 2 und Flügel Montage


Letzten Sonntag war es soweit, die Flügel in die Halle zu bringen. Um 1400 Uhr  war Treffen bei Hegi, um die Flügel zu Zügeln. Da genügend Helfer vor Ort waren, ging die Sache relativ schnell von Statten und die beiden Tragflächen waren auf dem Anhänger sicher  verstaut und verzurrt.

Alle anpacken

Treppe runter


Vor Ort war der erste Schritt aber nicht die Flügel anbringen, sondern der Motor muss wider an Ort und Stelle, wo er hin gehört.
Daher ist der Stapler in Einsatz gekommen und den Block mit Träger den Anbauten an den Hacken genommen. Hallenbesitzer Marcel kutschiert das Gerät






Erst mal richtig "Einparkieren", damit die 4 Haltepunkte verbunden werden können.






Eigentlich geht das recht gut von Statten. In Einsatzzeiten sollen Motoren in einer Zeit von einer Stunde, zu Feldbedingungen, ersetzt worden sein.

Anschliessend anpacken an die Flügel: Linke Fläche vorwärts Marsch!









Vorsichtig an den Rumpf anfahren. Mit den vielen helfenden Händen und dem Container als fahrbare Unterlage ist das gut zu bewerkstelligen. Die Flächen müssen Passgenau ausgerichtet werden, damit die Bolzen in die Öffnungen der Beschläge gebracht werden können. Hinten etwas senken, Flächenende etwas anheben und mit ein wenig "zureden" mit dem Hammer sitzt alles. Fläche Nummer 2 kann kommen.






Auch hier ging es gut von statten! Nun noch die Motorverkleidungen und die Klappen sowie Vorflügel anbringen...




... und dann steht Sie da in ihrer vollen Pracht! Nun kommen die Formen der Emil sehr markant zum Vorschein! Was für ein eleganter und kompakter Jäger die Bf 109 E ist!








Ja, wie das halt so ist nach getaner Arbeit, wird auch ein bisschen der Kameradschaft gefrönt: Hegi hat ein Raclette organisiert und man lässt den Nachmittag mit einer sehr guten Portion verflüssigten Käse ausklingen!




Hegi, stolz auf seine Arbeit! Darf er auch! Was für ein Werk! Prost!

Ein paar Detailaufnahmen: